Leben

Leben mit Hämophilie

Was bei einer Verletzung zu beachten ist, Tipps für den Alltag und Informationen für Reisen mit Hämophilie.

Tipps für Menschen mit Hämophilie und ihr Umfeld

Betroffene sollten unbedingt daran denken, ihren Hämophilieausweis mit sich zu führen. So sind im Falle eines Unfalls die Rettungskräfte und Ersthelfer über die Erkrankung und die Behandlung informiert. Der Hämophilieausweis kann bei der Österreichischen Hämophilie Gesellschaft bezogen werden. Im Allgemeinen empfiehlt sich ein offener Umgang mit der Erkrankung. So entstehen keine Berührungsängste und jeder im Umfeld weiß, was bei einer Verletzung zu beachten ist.

Jede Blutung sollte schnellstmöglich behandelt werden. Folgen Sie dabei den Anweisungen, die Sie von Ihrem Arzt erhalten haben oder kontaktieren Sie die Ansprechspartner in Ihrem Behandlungszentrum. Auch regelmäßige Kontrolluntersuchungen im Hämophilie-Zentrum und vor allem die strikte Einhaltung des Therapieplans sind sehr wichtig. Nur so kann langfristig die Lebensqualität des Patienten erhalten werden. Vorsicht gilt bei der Einnahme einiger Medikamente: Einige gängige Medikamente wie Schmerzmittel oder fiebersenkende Tabletten können Einfluss auf die Blutgerinnung haben. Aus diesem Grund ist die Absprache mit dem behandelnden Arzt essentiell.

Reisen mit Hämophilie

Hämophilie-Zentren gibt es auf der ganzen Welt. Deshalb können auch Menschen mit Hämophilie die große weite Welt entdecken. Hilfreiche Informationen finden Sie online unter www.wfh.org. Bei Reisevorbereitungen gibt es immer zwei besonders wichtige Dinge zu beachten: Es müssen sowohl alle vorgeschriebenen oder empfohlenen Impfungen gemacht, als auch alle nötigen Dokumente eingeholt werden. Menschen mit Hämophilie benötigen außer den gängigen Reisedokumenten noch ein ärztliches Attest, das bescheinigt, dass sie sich ihre Medikamente selbst injizieren und diese deshalb immer mitführen müssen. Zusätzlich ist für die Medikamente oft eine Zollbescheinigung nötig.

Quellen & Referenzen